Jetzt hat's mich doch erwischt. Ich hatte mich immun geglaubt. Unempfänglich für die Lockungen bunter Bilder, bunter Klebebilder, um genau zu sein. Schon allein des Geldes wegen wollte ich nie nie nie in diese Sammelwut verfallen, die Millionen auf der Welt diesen italienischen Brüdern und ihrer Industrienachkommenschaft ebensolche, nämlich Millionen, mit Abziehbildchen bescheren. Mittlerweile Jahr für Jahr. Und nicht nur Fußball wird geklebt.
Die Börse also, in meinem Fall die eigene; zum andern ein - wie so oft bei diesen Dingen - schweres Kindheitstrauma: just in dem Moment, als ich für mein Album die heiß begehrte "Spirit of America" aus dem Tütchen zog, überraschte mich meine Mutter. Schimpftirade folgte auf Vorwurf auf Hausarrest; drohte auch Taschengeldentzug? Ich weiß es nicht mehr. Kurz darauf sah ich mich gezwungen, mein Sammelalbum Autos - genauer Titel nicht mehr präsent - über den Gartenzaun ans Nachbarkind zu verkaufen. Dessen Eltern schienen nichts dagegen zu haben, was mir als Argument allerdings nichts nützte. Später sollte meine Mutter anfangen, Enten aus jedwelchem Material zu sammeln.
Verfallen bin ich nun doch noch der akuten Paninie. Beklebe mein Fußball-WM-2010-Sammelheftchen, denn, so Tim, passionierter Kollektor seit Jahrzehnten, es gelte, unbedingt vor Anpfiff am 10. Juni das Geheft vollständig zu haben. Mein derzeitiger Klebepegel: 221. Von insgesamt 640. Die vier Extras von jener Kapitalistenbrausefirma nicht mitgezählt.
Ich denke, ich werde es schaffen. Der erste kleine Stapel Doppelte liegt neben dem Heft und zeigt mit dem Finger auf mich.
29. April 2010
26. April 2010
Wer will denn jetzt absteigen?
Berlin will absteigen, auch wenn der Trainer noch immer einen Funkel Hoffnung sieht. Hannover will, und Bochum jetzt inzwischen auch. Die Nürnberger wollen noch nicht so recht, die Haltung ist uneindeutig, ganz wie in Freiburg, wo man auch mal will, dann wieder nicht.
Absteigen wollte bis vor kurzem auch noch die TSG aus Hoffenheim; dann aber kam der HSV, und der will noch mehr absteigen als die Ball-Hopper. Und Wolfsburg nicht zu vergessen - die wollten eigentlich ganz woanders hin, sind aber jetzt auch auf dem Ast, der absteigt.
Aus der Zweiten Liga bekommen die Millionentreter dafür einen alten Bekannten, von dem man nicht weiß, ob er nicht den 96er gibt. Dazu, aller Wahrscheinlichkeit nach, die antikapitalistisch-antifaschistische down-to-earth-weiße Kickerkommune aus einem Hamburger Stadtteil, die versuchen werden, à la Mach-mir-die-Mainzer so schnell wie möglich das Mittelfeld zu überbrücken.
Und dann könnte ja noch jene kreisfreie Großstadt im Südwesten Bayerns dazustoßen und mit der geballten Macht römischer wie katholischer Vergangenheit und den meisten Feiertagen in Deutschland das Sympathieloch zwischen Stuttgart und München (geografisch gesprochen) füllen. Nicht auszudenken - drei bayerische Vereine wären dann in der ersten Liga, die Hauptstadt dagegen weg vom Kabinenfenster! Mit der Dreiergruppe aus Baden-Württemberg befände sich ein Drittel der Ersten Liga dann in süddeutscher Hand!
Noch ist es nicht so weit; vielleicht kratzen die Düsseldorfer ja noch die Kurve vor dem Zieleinlauf und drehen den Fuggerstädtern den Mittelfinger. Der Osten jedenfalls wendet sich schon jetzt mit noch mehr Grausen.
Absteigen wollte bis vor kurzem auch noch die TSG aus Hoffenheim; dann aber kam der HSV, und der will noch mehr absteigen als die Ball-Hopper. Und Wolfsburg nicht zu vergessen - die wollten eigentlich ganz woanders hin, sind aber jetzt auch auf dem Ast, der absteigt.
Aus der Zweiten Liga bekommen die Millionentreter dafür einen alten Bekannten, von dem man nicht weiß, ob er nicht den 96er gibt. Dazu, aller Wahrscheinlichkeit nach, die antikapitalistisch-antifaschistische down-to-earth-weiße Kickerkommune aus einem Hamburger Stadtteil, die versuchen werden, à la Mach-mir-die-Mainzer so schnell wie möglich das Mittelfeld zu überbrücken.
Und dann könnte ja noch jene kreisfreie Großstadt im Südwesten Bayerns dazustoßen und mit der geballten Macht römischer wie katholischer Vergangenheit und den meisten Feiertagen in Deutschland das Sympathieloch zwischen Stuttgart und München (geografisch gesprochen) füllen. Nicht auszudenken - drei bayerische Vereine wären dann in der ersten Liga, die Hauptstadt dagegen weg vom Kabinenfenster! Mit der Dreiergruppe aus Baden-Württemberg befände sich ein Drittel der Ersten Liga dann in süddeutscher Hand!
Noch ist es nicht so weit; vielleicht kratzen die Düsseldorfer ja noch die Kurve vor dem Zieleinlauf und drehen den Fuggerstädtern den Mittelfinger. Der Osten jedenfalls wendet sich schon jetzt mit noch mehr Grausen.
23. April 2010
Nicht in eigener Sache: TORWORTWETTBEWERB
Die Kölner Fußballreihe TORWORT ist wieder einmal in der Kölner Hammond Bar zu Gast. Am 20. Mai wird mit einer eigenen WM-Lesung der diesjährige WM-Sommer eröffnet. Stargast des Abends:Fußball-Legende Wolfgang Weber, Torschütze im WM-Finale 1966.
Neben dem wie immer launigen TORWORT-Programm haben sich die TORWORT-Macher diesmal etwas ganz Besonderes ausgedacht. Gemeinsam mit der Hammond Bar werden alle TORWORT-Fans aufgerufen eine Kurzgeschichte (maximal 550 Wörter) zu ihrem ganz persönlichen WM-Erlebnis aufzuschreiben und bis zum 10. Mai per E-Mail an tor@torwort.de zu schicken.
Die drei besten Geschichten werden dann auf der TORWORT-Bühne von den Gewinnern selbst vorgetragen. Außerdem werden sie während der WM von Campus-Radioprogramm gesendet.
Erneut scheint also klar: Die TORWORT-Freunde dürfen sich wieder auf zahlreiche Fußball-Anekdoten freuen, die so noch in keiner Zeitung standen. Denn natürlich wird das Programm der Lesung durch weitere Beiträge illustrer Gäste sowie des regulären TORWORT-Teams rund um Sascha Theisen und dessen Partner DJ Schnuphase aka Peter Schmitz abgerundet.
TORWORT-Lesung in der Hammond Bar am Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 20.00 Uhr Hammond Bar, Südstadt-Köln, Metzer Straße 25 Eintritt: 9 € , im Trikot 8€
Neben dem wie immer launigen TORWORT-Programm haben sich die TORWORT-Macher diesmal etwas ganz Besonderes ausgedacht. Gemeinsam mit der Hammond Bar werden alle TORWORT-Fans aufgerufen eine Kurzgeschichte (maximal 550 Wörter) zu ihrem ganz persönlichen WM-Erlebnis aufzuschreiben und bis zum 10. Mai per E-Mail an tor@torwort.de zu schicken.
Die drei besten Geschichten werden dann auf der TORWORT-Bühne von den Gewinnern selbst vorgetragen. Außerdem werden sie während der WM von Campus-Radioprogramm gesendet.
„Egal ob es um Klaus Fischers Fallrückzieher 1982 geht oder um die wunderschöne Frau, die man 2006 beim Public Viewing entdeckt und nie wieder gesehen hat– wichtig ist, dass eine WM in der Geschichte auftaucht. Wir freuen uns jedenfalls riesig auf die Geschichten und sind ganz heiß darauf sie zu lesen,“ so Sascha Theisen, Erfinder der TORWORT-Lesungen.
Erneut scheint also klar: Die TORWORT-Freunde dürfen sich wieder auf zahlreiche Fußball-Anekdoten freuen, die so noch in keiner Zeitung standen. Denn natürlich wird das Programm der Lesung durch weitere Beiträge illustrer Gäste sowie des regulären TORWORT-Teams rund um Sascha Theisen und dessen Partner DJ Schnuphase aka Peter Schmitz abgerundet.
TORWORT-Lesung in der Hammond Bar am Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 20.00 Uhr Hammond Bar, Südstadt-Köln, Metzer Straße 25 Eintritt: 9 € , im Trikot 8€
Abonnieren
Posts (Atom)