14. Juli 2013

Und dann die Hände / zum Pimmel...

... und lasst uns fröhlich sein! Zuletzt beobachtet - unfreiwillig - in einem Münchner Biergarten. Kahlrasierte Männer, deren sechse, spracheindeutig aus Sachsen, dem schwarzgelben T-Shirt-Aufdruck nach exilierte Dynamos, und schon im "Anmarsch" kehligröhlend die Hände am Schritt. Ja, auch gerade die zwei, die mit Frauchen (im Original: "Votze", so einer am Handy zu irgendeinem andern) unterwegs waren.

Warum auch immer es sie in den Münchner Westen verschlagen hatte, sie befanden sich in Bierlaune, der schlüpfrigen Bemerkungen kein Ende, dann auch noch, der Älteste kam auf die Idee, nach "Erich" zu rufen - im Falsett. Was die andern prompt nachahmten, monkey hear, monkey do.

Ein paar Heldenerzählungen später (eine Gruppe Frankfurter, Bierflaschen, Kopf, klatschen, Blut, Bullen, die Lücken bitte selbst ergänzen) dann der Höhepunkt: zwei tanzen um die Bierbank herum, stoßen ihre Shorts rhythmisch gegeneinander und orgiastische Laute aus. Dazu springt ein Dritter auf und streckt die Hand zum Hitlergruß - die am linken Arm, denn sonst wär's ja strafbar, nä woar.

Noch ein gesangliches Highlight - "Galatasaray, Galatasaray / Besiktas und Fenerbahce / wir hassen die Türkei!" - und weg waren sie. Später, als wir sie an der Tramhaltestelle wieder trafen, hatten sie ihre schwarze und ihre gelbe Fahne ins Gleisbett geworfen und beäugten glucksend, wie der Straßenbahnwagen über sie drüber knackte.

Kommentare:

  1. EKELHAFT!

    LOVE DYNAMO - HATE RACISM! immer und überall!

    den birnen und nasen und seinen freunden aufs maul!

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  2. Wenn das nur so einfach ginge... bzw. was nützen würde... es liegt ja auch nicht an Dynamo, sondern ganz speziell an diesen solchen Leuten. Die leider sich den Fußball gewählt haben, um ihrer hirnfreien Radikalität freien Lauf zu lassen...

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