21. August 2010

Ein Bierhoff und ein Ackermann

Natürlich darf er seine Meinung kundtun. Natürlich sind die Vorstände, Vizeräte und Firmeneigner keiner politischen Neutralität verpflichtet. Natürlich darf sich jeder Verbraucher die Liste der 40 sog. Manager ins Portemonnaie legen und dort sein Geld nicht mehr hintragen, wenn er der Meinung ist, dass mit Kernkraft und Kohle knallhart die Zukunft der Kinder und Kindeskinder versaubeutelt wird. Schließlich gibt es noch andere Banken, Süßkramproduzenten, Energielieferanten, Zeitungen, Kaufhäuser, Parteien, Blechfirmen, Papierwerke, Fortbewegungsmittel, Universitäten, Bekleider oder Medikamente.

Dass sich Herr Bierhoff, Nationalmannschaftsmanager, in die Liste der Ackermänner, Grubes, Oetkers und Schilys eingereiht hat, hängt nicht unbedingt daran, dass er der "Sohn eines früheren RWE-Vorstands" (FAZ online v. 21.8.2010) ist, sondern wahrscheinlich mächtig bequatscht wurde, mit seiner Präsenz den 39 Pro-Atomern ein wenig mehr Gehör beim gemeinen Fußballfan zu verschaffen. Dabei bin ich immer davon ausgegangen, dass der Sport und ganz speziell der DFB auf strikter politischer Neutralität beharrt hat. Werch ein Illtum!

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