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12. Juni 2021

Christian Eriksen ist auf dem Platz zusammengebrochen. Offenbar werden Wiederbelebungsversuche unternommen, hoffentlich mit Erfolg. Das ZDF gibt zurück ins Studio. Das ist richtig, genauso auch, dass die dort versammelte Runde nicht viele Worte machen will.

Stattdessen werden die heute-Nachrichten abgekündigt. Es wird aber keineswegs direkt ins Nachrichtenstudio geschalten, stattdessen werden wir mit einem Werbeblock konfrontiert. Das ist für sich genommen schon unangemessen, ein schockierender Kontrast zu dem, was wir gerade an Bildern aus dem Stadion gesehen haben. Schlimmer noch aber, dass u.a. für ein Produkt geworben wird, dessen Slogan "Befreiter leben" lautet. Genau um solche Peinlichkeiten (ein viel zu schwaches Wort) zu vermeiden, wäre es angemessen gewesen, wenn die Krämerseelen in diesem Moment einfach mal auf das Kohlemachen verzichtet hätten.

Unsere Gedanken sind bei Christian Eriksen und allen, die ihm nahe stehen.

 


7. September 2018

Mehr über rechts kommen - oder über links?

Keine leichte Kost war's, was den Zusehenden geboten wurde gestern. Richtungsweisend, durchaus, denn die Entwicklung, welche in den letzten Monaten sich offen zeigte, war in einen sportlichen Offenbarungseid gemündet. Da sollte - nach Südkorea - nicht nur Einiges zurechtgerückt, da sollte die Aufmerksamkeit gelenkt werden auf das Künftige: auf ein "Mit uns Spielern ist wieder zu rechnen!"

Diese frohe Botschaft, vorgetragen von weltweit ihr Geld verdienenden Profifußballern im Trikot Deutschlands, wurde von 11,05 Millionen Menschen aufgenommen. Ein televisionärer Marktanteil für das ZDF von 39,2 %.

Zur selben Zeit:

Keine leichte Kost war's, was den Zusehenden geboten wurde. Richtungsweisend, durchaus, denn die Entwicklung, welche in den letzten Monaten sich offen zeigte, war in einen politischen Zurechnungsstreit gemündet. Da sollte - nach Chemnitz - nicht nur Einiges offenbart, da sollte die Aufmerksamkeit gelenkt werden auf das Künftige: auf das "Mit uns Rechten ist wieder zu rechnen!"

Diese warnende Botschaft, vorgetragen vom MONITOR-Team der ARD, wurde von 2,29 Millionen Menschen aufgenommen. Ein televisionärer Marktanteil von 8,4 %.

Mal abgesehen davon, dass sich der Sinn einer "Nations League" einem nur erschließt, wenn man ohne ein Unser-täglich-Fußball nicht mehr leben kann: das gestern war ein unschön schönes Beispiel für den Erfolg der Brot-und-Spiele-Politik hierzulande. Und wer's nicht glaubt, dass Absicht dahinter steckt, der sei daran erinnert, dass die Ressorts "Innere Sicherheit" und "Sport" in ein und demselben Ministerium geführt werden. Und das nicht erst seit gestern.